Design studieren fordert Kreativität und Kompromisse
5.April 2011 | Unter: Allgemein
Eine rasante Entwicklung nahm das Berufsfeld Design in den letzten zwanzig Jahren nicht alleine durch den Fortschritt auf dem Kommunikationsmarkt und dessen technischen Neuerungen. Heutzutage wird das am PC entworfen, wozu in damaligen Zeiten noch Filmscripts, Illustrationen, Druckvorstufen, Anzeichnungen, Drucksatz, etc. verwendet wurden. Der Computer macht die designerische Tätigkeit um einiges schneller und effektiver. Ebenso haben die Einsatzgebiete von Designern an Vielfalt gewonnen. Die Tatsache, dass Designer und Designerinnen mittlerweile für das Internet, in neuen Arbeitsbereichen der Filmindustrie, u. a. Branchen arbeiten, sorgte dafür, dass sich auch die Studienlandschaft im Fachbereich Design ausweitete. Immer mehr neue Studiengänge entstehen, die sich inhaltlich an die technologischen Fortschritte angepasst haben. Viele Studienrichtungen bekamen auch neue, modernere Namen, zum Beispiel “Visuelle Kommunikation” oder “digitale Fotografie”. Eine der Hauptrichtungen stellt heute der Bereich des Webdesigns dar.
Mediendesigner mit dem Schwerpunkt Webdesign befassen sich mit den Problemstellungen, wie man Bildschirmseiten möglichst funktional und obendrein optisch ansprechend gestalten kann – hauptsächlich also im Bereich des Inter- und Intranets. Dabei geht es ausschließlich um Designs auf Bildschirmprojektionen und nicht um gedruckte Medien, wie Zeitungen. Versand- und Warenhäuser, die sich auf dem Online-Markt platziert haben, nehmen die Dienste von Webdesignern in Anspruch, um ihre Webauftritte für ihre Kunden ansprechend zu gestalten. Dabei werden Texte, Töne und Bilder soweit miteinander in Einklang gebracht, dass dabei die technischen und finanziellen Gegebenheiten des Unternehmens nicht überlastet werden. Weiterhin geht es dabei auch um eine einfache Bedienbarkeit, leichte Verständlichkeit der Inhalte und einem ausreichenden Informationsgehalt mit einer angenehmen Audiovisualität. Um das alles bewerkstelligen zu können, braucht ein Webdesigner einen Blick für das Ganze, d. h., er muss seine Kreativität auf die (dem Projekt eigenen) gegebenen Grenzen ausrichten und obendrein ein hohes Maß an technischem Verständnis besitzen, wenn es um die Bedienung der branchenüblichen Software geht.
Da es in der Kreativarbeit meist um Projekte geht, die einem engen zeitlichen Rahmen unterworfen sind, muss ein Webdesigner ebenso in der Lage sein, gut mit Stress umzugehen und flexibel zu sein. Wenn es darum geht, Karriere zu machen, ist ein hohes Maß an Engagement und Eigenständigkeit gefragt. Doch wenn jemand Design studieren möchte, ist er als Einzelgänger eher fehl am Platz, denn Projekte werden oft in Teams bearbeitet, was zu guter Letzt auch Kompromissfähigkeit erfordert.

