Digicam-Test: Stärken und Schwächen moderner Geräte
23.März 2011 | Unter: Kameras
Statistisch gesehen verfügt mehr als die Hälfte aller Haushalte in Deutschland über eine Digitalkamera. Seit seiner Markteinführung erfreut sich der digitale Fotoapparat ständig wachsender Beliebtheit. Gerade weil der Markt so groß und mittlerweile auch recht unübersichtlich geworden ist, sollte man sich sehr genau informieren, bevor man sich eine Digitalkamera zulegt. Die verschiedenen Modelle sind auf bestimmte Bedürfnisse zugeschnitten – ein Hobby-Fotograf wird andere Ansprüche an das Gerät haben als ein professioneller Fotograf. Spiegelreflexkameras können zwar je nach Modell gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen, für den normalen Hausgebrauch eignen sich aber auch günstigere Produkte. Wer allerdings mit der Fotografie seinen Lebensunterhalt bestreitet und Bilder benötigt, die sich auch zur anspruchsvollen Nachbearbeitung mit spezieller Software eignen, der wird eher auf die kostspieligeren Varianten zurückgreifen.
Mittlerweile werden auch andere Geräte mit Digicams ausgestattet – so integrieren viele Mobiltelefon-Hersteller diese serienmäßig in ihre Produkte. Einige moderne Mobiltelefone besitzen gleich mehrere Exemplare: Eine auf der Vorderseite, die für Videokonferenzen und Selbstporträts genutzt werden kann, und eine auf der Rückseite, die wie eine herkömmliche Kamera verwendet wird. Kombi-Produkte aus Handy und Kamera haben den Vorteil, dass ein Gerät gleich mehrere Zwecke erfüllt. Da das Mobiltelefon ohnehin fast überall mitgeführt wird, ist gleichzeitig auch immer der Fotoapparat zur Hand, wenn man ein Schnappschussmotiv erblickt. Im Digicam-Test schneiden die integrierten Kameras unterschiedlich gut ab – einige schießen qualitativ einwandfreie Bilder, andere sind nur bedingt zu empfehlen. Wer viel und gerne fotografiert, der ist häufig besser beraten, sich eine reine Digitalkamera anzuschaffen.
Der Vorteil der Digicam ist, dass angefertigte Fotografien sofort begutachtet werden können – bei Nichtgefallen löscht man sie einfach per Knopfdruck. Die Speicherkarte, auf der die digitalen Bilder gesichert werden, dient dabei lediglich als Zwischenstation: Die Fotos werden zumeist auf die Festplatte des heimischen Computers überspielt und dort archiviert, die Speicherkarte der Kamera wird anschließend formatiert, um Platz für neue Bilder zu schaffen.
Als häufiger Nachteil der Digitalkamera wird der im Vergleich zur analogen Variante sehr hohe Energieverbrauch angesehen. Insbesondere der integrierte Bildschirm, das sogenannte Display, sorgt für eine hohe Beanspruchung der Batterien oder des Akkus. Das Display dient gleichzeitig als Sucher und als Bildbetrachter, mit dem man nachträglich Bildausschnitte vergrößern und teilweise auch verändern kann. Um Energie zu sparen und die Lebensdauer der Batterien zu erhöhen, können die Einstellungen der Kamera entsprechend modifiziert werden – so kann man häufig eine automatische Abschaltung des Displays bei Nichtbenutzung aktivieren oder die Beleuchtungsintensität verringern.

